Wirtschaftsvereinigung GIFHORN e.V.

Zukunftsthema KI das geht, was weitestgehend als tägliche Routine bezeichnet werden kann. In vielen Fällen könne KI den Mangel an geeigneten Fachkräften auffangen. Das ist auch für den WVGF-Vorstandsvorsitzenden Thomas Fast ein ganz wichtiger Aspekt: „Uns erwartet eine Vier-Millionen-Lücke, wenn die Babyboomer in Rente gehen. Deshalb wollen wir unsere Mitglieder mit der Nase auf das Thema KI stoßen, sofern sie nicht schon selbst aktiv geworden sind.“ Als Beispiel für die erfolgreiche Nutzung von KI führt Kadereit einen Zahlungsdienstleister im Bereich E-Commerce an, der seit 2023 die Kundengespräche über Künstliche Intelligenz abwickeln lässt: „Über 60 Prozent der Anrufe hat die KI da ganz alleine beantwortet, der Mensch kommt erst spät ins Spiel. Und von den rund 700 Service-Mitarbeitern ist trotzdem keiner entlassen worden.“ Heißt im Umkehrschluss: mehr Traffic bewältigt oder bessere Performance. Oder beides. Klar ist freilich auch: Gerade kleinere Unternehmen, oft mit dünner Personaldecke, können mit der Implementierung von KI-Lösungen überfordert sein – schließlich kommt das Aufschließen dieser neuenWelt bei aller anderen Arbeit imAlltag on top. Die WVGF kooperiert deshalb mit der Hochschule Ostfalia und stellt Kontakte und Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Wissenschaft her. Kadereit erläutert: „Mitgliedsunternehmen wünschen sich KI-Assistenzsysteme, aber häufig fehlt das Know-how. Und den Forschern fehlen für ihre Entwicklungen oft die Praxisanwendungen.“ Durch die Kooperation entstehe eine Win-Win-Situation. Neben Vorträgen oder anderen Veranstaltungen zu Zukunftsthemen wie KI leistet die WVGF für ihre Mitgliedsunternehmen also etwas äußerst Wertvolles: die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft und damit den Zugang zu Praxiswissen, der sonst versperrt oder kaum zu bezahlen wäre. „Mitgliedsunternehmen wünschen sich KI-Assistenzsysteme, aber häufig fehlt das Know-how.“ 46 Künstliche Intelligenz ist auch ein Thema für kleine und mittlere Unternehmen – die Kooperation der WVGF mit der Hochschule Ostfalia öffnet Türen. Foto: panthermedia. net / IgorVetushko

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